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Sehenswertes: PustertalStadtmuseum Bruneck für GrafikDas heutige Stadtmuseum, das gotische Kostbarkeiten und Graphiken unseres Jahrhunderts zeigt, wurde 1990 gegründet. So jung, wie dieses Datum vermuten lässt, ist der Museumsverein aber gar nicht. Sein Vorläufer nämlich wurde im Jahre 1935 unter dem Faschismus aufgelöst, dessen Museumsbestände fast zur Gänze nach Bozen deportiert. Heute kann man sie wieder bewundern: gotische Schnitzwerke und Gemälde, Graphiken von Albrecht Dürer, aus der Renaissance- und Barockzeit, Radierungen von Josef Anton Koch, Aquarelle der Brüder Seelos und Josef Moroder Lusenbergs. Das Schwergewicht aber bildet die Graphik unseres Jahrhunderts mit Werken von Albin-Egger-Lienz, Josef Weber-Tyrol, Paul Flora, Karl Hasser, Ivo Mahlknecht, Robert Scherer u.a., eine Sonderabteilung zeigt „Graphik zur Literatur".Adresse: Stadtmuseum Bruneck Bruder-Willram-Straße 1 39031 Bruneck Tel. +39 0474 553292 Fax +39 0474 410685 Landesmuseum für VolkskundeDas Volkskundemuseum Dietenheim. Eine Einrichtung, die Arbeiten, Wohnen und Glauben in Südtirol in den vergangenen Jahrhunderten verständlicher machen will. Dieses sozialgeschichtliche Museum fasst Adel und einfaches Volk zusammen. Das Volkskundemuseum auf dem etwa 3 Hektar großen Freigelände besteht aus mehreren Gehöften und Nebengebäuden, die aus allen Teilen Südtirols stammen. Hier wurden sie - nach Hofformen geordnet - neu errichtet. Der Rundgang führt durch Ställe, Stadel, Hauslaben, Stiegen, in die Gärten, zu Mühlen mit wassergetriebenen Werken und zu Almhütten - zu Gebäuden, wie sie seit dem Mittelalter bei Südtirolers Bergbauern üblich waren. Im Gegensatz dazu steht der Adelssitz des Barons Anton Wenzl zu Sternbach, den dieser gegen Ende des 17. Jh. anstelle eines Bauernhofes errichten ließ. Seine Hauskapelle etwa ließ er von Cristoforo Benedetti mit einem Marmoraltar, von Michael Rasner mit Türen und Banklöwen und von Kaspar Waldmann mit Altarbild und Deckengemälde versehen. Auch eine Hausapotheke und das ,Werkzeug" des Bauerndoktors Sebastian Ragginer aus Lüsen kann man bewundern. Sie geben Einblick in die Behandlungsmethoden vergangener Tage. Im Wirtschaftsgebäude befinden sich Fuhrpark, Werkstätten und Ackergerät. Ein Lehrpfad, der das Bauernleben vergangener Jahrhunderte im rechten Licht zeigt - mit all seiner Romantik und all seiner Härte.Adresse: Volkskundemuseum Dietenheim Dietenheim, Herzog-Diet-Straße 24 39031 Bruneck Tel. +39 0474 552087 Fax +39 0474 551764 LandesbergbaumuseumDie Bergwerksmuseen Prettau und Steinhaus im Ahrntal gehören zu einem übergeordneten Landesbergbaumuseum mit Sitz in Sterzing. In Prettau im Ahrntal wurde der St.-Ignaz-Erbstollen des ehemaligen Kupferbergwerkes zum Besucherstollen ausgebaut, der mit einer Grubenbahn befahren werden kann. Auf Rundgängen, die die Knappenarbeit näher bringen und Grundkenntnisse in Geologie und Mineralogie vermitteln, kann man das Abbaugebiet besichtigen. Sehenswert ist auch die Zementkupfergewinnung. In Steinhaus im Ahrntal ist der früher zum Prettauer Bergwerk gehörende Kornkasten als Museum ausgebaut worden. Ausgestellt ist dort die umfangreiche bergbaukundliche Sammlung der ehemaligen Gewerkenfamilie Enzenberg.Pfarrmuseum TaufersDas Pfarrmuseum Taufers. Errichtet in einem gotischen Kornkasten, dessen Torbogen die Jahrzahl 1559 trägt. Hier hatten bis ins frühe 19. Jahrhundert die Zinspflichtigen den Getreidezehent an den Richter der Herrschaft Taufers und die Pfarrherren zu entrichten. Danach diente das Obergeschoß als Depot für Kunstwerke und das Erdgeschoß als Stall, bis sie schließlich zum Museum umfunktioniert wurden. Hier werden heute die Kunstwerke aus den Tauferer Kirchen und Kapellen ausgestellt, die zum Teil heute noch im religiösen Leben verwendet werden. Das Angebot ändert sich Jahr für Jahr, zahlreiche Sonderausstellungen ergänzen den Bestand. Das Angebot reicht über gotischer Werke im Erdgeschoss (etwa das „Walburger Tafele" (um 1350) oder die Mühlener Krippe (um 1500) bis zu Kunstwerken aus unserer Zeit, die im Obergeschoß ausgestellt sind („Thesenblatt der Universität Dillingen" mit der Siboto-Madonna, den Patronen von Eichstätt und einer Stadtansicht (von 1735), das Dreifaltigkeitskreuz von St. Moritzen (um 1750), das Anderle von Rinn und das Simmile von Trient (um 1770) und viele andere). Daneben können die Besucher liturgisches Gerät und Messkleider vom Barock bis in unsere Zeit bewundern.Kloster SonnenburgKurz vor St. Lorenzen, gleich neben der Hauptstraße, thront steil abfallend über der Rienz die Sonnenburg. Ursprünglich soll auf diesem Hügel die Burg der Gaugrafen von Lurn und Pustertal gestanden haben, die 1020 in ein Benediktinerinnenstift umgewandelt worden sein soll. Von dieser Anlage ist heute nichts erhalten, es finden sich aber Reste einer Ringmauer mit Schießscharten und Rondellen aus dem Mittelalter. Sie sollte den Klosterfrauen Schutz vor Angriffen bieten. Bis auf den Trakt der Äbtissinnen und der Ruine der romanischen Kirche ist das Kloster untergegangen, das 1785 durch Joseph II. aufgehoben wurde. Heute ist die Sonnenburg eine Schlosshotel, sorgfältig restauriert und stilgetreu erneuert. Bei den Arbeiten dazu wurden die Krypta der Klosterkirche und wertvolle Fresken und Plastiken entdeckt, die einen Besuch wert sind.MichelsburgSüdlich von St. Lorenzen, auf einem freistehenden Hügel thront die Ruine der Michelsburg. Ehemals brixnerisches Lehen, ging sie dann an die Grafen von Andechs, später an die von Görz und 1500 an Tirol über. Die Pustertaler Gaugrafen aber sollen schon vor 1000 hier ihren Sitz gehabt haben. Die ältesten, heute erhaltenen Bauteile reichen ins 12. Jh. zurück, so die Hochburg und der Bergfried. Später kam ein zweiter Turm dazu, im 16. Jahrhundert erfolgte ein weitgehender Umbau. Heute ist die Burg weitgehend verfallen. Als Ausflugsziel aber lohnt sie sich immer.Burg BruneckStadt und Burg Bruneck wurden 1251 durch den Brixner Fürstbischof Bruno von Kirchberg und Bullenstätten gegründet. Viele Häuser, deren heutige Gestalt ins 15. und 18. Jahrhundert verweist, besitzen noch Mauern aus dieser Gründungszeit. Die Burg Bruneck liegt auf Hügel über der Stadt, der von Natur aus nur schwach befestigt ist. Der Bergfried ist von einer Ringmauer umgeben, daneben befinden sich die zwei Wohntrakte, zu denen im 14. Jahrhundert der ringsumlaufende Zwinger kam. Weitere Um- und Zubauten ergaben verbindende Wohnbauten, das Treppentürmchen und die Freitreppe im Hof. Die Burg Bruneck ist heute noch bischöflich.LamprechtsburgAuf einem Hügel bei Bruneck, der auf drei Seiten steil zur Rienzschlucht abfällt, ließ Graf Albert von Tirol um 1220 die Lamprechtsburg erbauen. 1229 bis 1813 war sie brixnerisches Lehen. Die Burganlage, die sich durch ihre Einfachheit auszeichnet, ist durch eine ausgedehnte Ringmauer und im Süden durch einen Zwinger mit Rondell geschützt. Palas und Bergfired wurden mehrfach umgebaut. Heute ist die Lamprechtsburg ein Gastbetrieb, der leicht von der Straße oder auf Fußwegen von Bruneck und Reischach her erreichbar ist.Die Burg Welsberg, auf einem Hügel, der steil auf drei Seiten zum Gsieser Bach abfällt. Erbaut wurde sie im 12. Jahrhundert, aber heute noch ist nicht ganz klar, ob die ersten Burgherren welfischen Geschlechts oder ein Zweig des brixnerischen Ministerialengeschlechts von Stilfes waren. Nach dem Aussterben der Grafen Welsberg um 1900 sind jetzt die Grafen Thun-Welsperg Besitzer. 1765 zerstörte ein Brand große Teile der Burg. Heute aber, nach einer liebevollen Restaurierung, ist sie wieder ein Zentrum des kulturellen Lebens und für jedermann lohnendes Besichtigungsobjekt. Schloss Taufers Eine der schönsten und größten Burgen ganz Tirols. Großartig schon die Lage: hoch über dem Dorf, in beherrschender Lage vor gigantischem Gipfelpanorama. Die Herren von Taufers waren einst ein mächtiges Geschlecht in Tirol, freie Adelige, ebenbürtig den Grafen von Tirol und Eppan oder jenen Freiherrn von Wangen. Sie wurden 1130 erstmals genannt und starben 1340 aus. Die Burg Taufers gehörte ihnen schon um 1315. Auf sie folgten verschiedene Geschlechter, dann verfiel die Burg. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts dann wurde sie von Ludwig Lobmayr und nach 1945 durch die Verwaltung unter Hieronymus Gassner wiederhergestellt. 1977 erwarb das Südtiroler Burgeninstitut das Schloss. Der romanischer Teil der Burg stammt aus der Zeit der Herren von Taufers, ihr gotischer aus der Zeit der Brixner Bischöfe. Der Bergfried, der stattliche Wohnturm mit Doppelbogenfenstern und die romanische Burgkapelle sind aus der ersten Bauperiode im 13. Jh., nach 1500 dann wurde die Burg mit neuen komplizierten Torbauten, Wohntrakten, Wehrgängen, zwei Zugbrücken, Kornspeichern, malerischem Brunnenhaus und Zisterne erweitert. Heute ist etwa ein Drittel der Anlage für das Publikum zugänglich. Weil sie niemals Angriffen oder Zerstörung ausgesetzt war, sind die Einrichtungsgegenstände fast unbeschadet erhalten geblieben. Das Schloss besitzt 64 Räume, gut eingerichtet und teilweise mit Kachelofen beheizbar. 24 davon sind mit Zirbelholz getäfelt. Romanische und gotische Kunstwerke, darunter Pacher-Fresken in der Kapelle, Porträts von Südtiroler Familien, gotische und Renaissanceschränke, Rüstungen und eine große Bibliothek bieten einen interessanten Einblick in das Schlossleben. Außerdem können die Besucher den Gerichtssaal, an dessen Mittelsäule die Angeklagten bei Verhandlungen angebunden waren, Speisezimmer, Kaplanzimmer, Wohnturm mit Folterkammer und Richtstätte, Gefängnis, Burgkapelle, Waffenkammer, Fürstenzimmer und Rittersaal bewundern. Zu den schönsten Räumen gehört die Bibliothek mit ihrer prachtvoll gearbeiteten Kassettendecke, den Bücherschränken und dem Kachelofen.Mühlbacher Klausewar einst Grenze zwischen görzischem und tirolerischem Besitz, Zolleinhebungsstelle, Jagdschloss, Befestigungswerk, Kampf gegen die Franzosen zur Zeit der Tiroler Freiheitskriege.Edelsitze in MühlbachAnsitz Straßhof - ehemaliger Sitz der Zöllner und PflegerAnsitz Freienthurn - heute Kloster und Schule der Terziarschwestern, Ansitz Kandlburg - ehemaliges Gerichtshaus, einstiger Adelssitz der Grafen von Wolkenstein (1676), 1989 renoviert. JungfrauenrastDie Jungfrauenrast (auch „Linde“ genannt) ist eine Gedenkstätte und erinnert an die Stelle, an der der Legende nach, die Drei Jungfrauen auf ihrer Flucht vor dem Hunnenkönig Attila nach Meransen, gerastet haben sollen. Eine kleine Quelle und der vermoderte Stamm eines Kirschbaumes bezeugen diesen Ort. Die alte malerische Darstellung der heiligen Drei Jungfrauen wurde ersetzt durch ein Flachrelief von Friedrich Gurschler.Schloss RodeneggEine der größten und stärksten Wehrburgen ihrer Zeit im Lande - sehenswert die berühmten 1973 entdeckten Fresken zur "Iwein-Sage" (Anfang 13. Jh.)Um 1140 erbaut, im 16. Jhd. vergrößert und im 19. Jhd. restauriert. Ausstattung aus der Spätrenaissance. Öffnungszeiten: vom 15. Mai bis 15. Oktober Führungen: täglich, außer Montags, um 11.00 Uhr und um 15.00 Uhr. Gruppen müssen sich vormerken. Auskunft: Tel +39 0472 454056 LodenmuseumGeschichte und Herstellung des traditionellen Lodenstoffes. Erlebnismuseum und Geschäft in Vintl direkt an der Pustertaler Straße.Auskunft: Tel. +39 0472 868540 |
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Weitere nützliche Urlaubsinformationen über Südtirol:
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