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Ortschaften: HochpustertalInnichenInnichen, Vierschach und Winnebach, die Grenzposten des Oberpustertals. Hier liegt die Luft voller Geschichten, Geschichten von Kelten, Römern, Bajuwaren, Franzosen, Österreichisch-ungarischen Herrschern und italienischen Eroberern. Hier finden sich Spuren einer keltischen La-Tene-Kultur. Als Raetien erobert war, ließen die Römer hier Stationen bauen.Sie verweilten lange, bis etwa 405 n. Chr., und hinterließen manche Reste. Auch den Meilenstein des Kaisers Marcus Antonius Gordianus (238-244 n. Chr.), der heute noch an sie erinnert. Dann, mit den Bajuwaren kam auch das Christenum. Tassilo III. überließ 769 dieses Gebiet dem späteren Bischof von Freising, Abt Atto und gründete somit Innichen. Atto errichtete ein Benediktinerkloster, um hier zu missionieren und zu kultivieren. Die erste Kirche, die hier errichtet wurde, war den Heiligen Petrus und Kandidus geweiht, der italienische Name Innichens ist heute noch, San Candido.
Die Umgebung ist gigantisch. Eine urtümliche Welt. Charakterisiert durch den Dualismus zwischen Sanftprofil und Hochgebirge. Wo das Wasser noch so rein ist, dass es als natürliche Mineralquelle abgefüllt wird. Feld- und Wiesenwege führen zu grünen Rücken, etwa auf den Vierschachberg mit Dreizinnenblick, oder zum Wildbad Innichen. Und Bergtouren, soweit das Auge reicht. Auf den Haunold (2943m), der im Winter Skigebiet ist, ins Innerfeldtal, der überwältigenden Pforte zu den Dolomiten, oder in den Naturpark, Sextner Dolomiten in den Gemeinden Toblch, Innichen und Sexten. Innichen hat eine Menge zu bieten. Seehöhe der Ortschaften Innichen (1173 m) Winnebach (1188 m) Vierschach (1132 m) NiederdorfNiederdorf und das Hochpustertal waren bereits vor 150 Jahren Pionier-Regionen des Tiroler Fremdenverkehrs, dank der über die Grenzen Tirols hinaus berühmt gewordenen Gastwirtin Emmerentia Hellensteiner, geborene Hausbacher aus St. Johann in Tirol. Die Gastwirtin erhielt aufgrund eines an sie adressierten Briefs den Namen "Frau Emma in Europa" und war als Schwarzadlerwirtin - dem heutigen Hotel Emma - bekannt für ihre Gastfreundschaft und vorzüglichen Kochkünste.Niederdorf gewann immer größere Bedeutung als Sommerfrischeort. Seine Landschaft war Quelle der Inspiration für Maler und Musiker, ein Treffpunkt für prominente Urlauber aus den Zentren der Monarchie und für mutigen Alpinisten die die Sextner und Pragser Dolomiten erschlossen. Seit 1871 war Niederdorf außderdem über die Bahn leicht erreichbar. Niederdorf im "Grünen Tal" ist attraktiv wie damals: eine Urlauboase in idealer Höhenlage (1154 m) mit ozonreicher Luft an den naturbelassenden Ufern des Rienzflus, eingebettet in sanfte Wiesen und nahegelegene Lärchen- und Fichtewälder. Tradition, Naturbezogenheit der Bewohner und alte Kulturstätten erwecken eine Vorstellung vergangener Zeiten. Seehöhe: 1.154 m Das PragsertalWildromantisch und märchenhaft. Mit uralten Höfen und Weilern, die ihr Aussehen über Jahrhunderte nicht verändert haben. Die überall verstreut liegen, ganz so, wie der Ort selbst. Schon früh genoß Prags den Ruf des Hochgebirgskurortes und Wintersportplatzes, nicht zuletzt wegen der Heilquellen in Bad Altprags, der nervenstärkende, kreislauffördernde und rheumatismushemmende Wirkungen nachgesagt werden. Und nicht umsonst wurde die Gegend um die Jahrhundertwende von manchem Reiseschriftsteller, Tirolisches Gastein genannt. Heute noch ist das Pragsertal ein Naturparadies sondergleichen.Durch die Errichtung des Naturparks, Fanes-Sennes-Prags wurde diese Umgebung besonders geschützt, in der jede Wanderung zum Erlebnis wird. Idyllische Höfegruppen markieren die Wege, die hinaufführen auf die Plätzwiese (1993m), eine der größten Hochweitungen der Dolomiten, auf der sich heute noch Reste eines österreichischen Sperrforts finden, oder hin zum Pragser Wildsee (1494m), dem vielleicht schönsten Natursee Südtirols. Naturliebhaber werden sich hier zuhause fühlen. Seehöhe der Ortschaft: Prags 1170 m Schmieden 1222 m
Toblach"Toblach, Hier ist es wunderherrlich und repariert ganz sicher Lieb und Seele..." schrieb Gustav Mahler, der 1908 bis 1910 seine Sommerfrische in Toblach verbrachte. Hier entstanden seine Neunte, die unvollendete Zehnte und das Lied der Erde. Der böhmische Komponist, dessen Komponierhäuschen und Zimmer heute noch zu bewundern sind, war nicht der einzige, den es nach Toblach zog. Um die Jahrhundertwende war der, Höhenluftkurort jeden Sommer beliebter Tummelplatz für den europäischen Hochadel.Mit der Südbahn kam man aus Wien und stieg im Grand Hotel ab, Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preussen, die Könige von Belgien und Sachsen, die Rothschilds und der österreichische Kaiser Franz Josef waren gerngesehene Gäste. An den Glanz jener Zeit erinnert manche Hausfassade und alljährlich das Gustav-Mahler-Musikfestival. Auch sonst hat sich Toblach vieles bewahrt: die Natürlichkeit und Bodenständigkeit, den landschaftlichen Reiz und auch die Luft hat noch denselben Ruf. Kein Wunder. Toblach Lage ist einmalig, zu Füßen zweier Naturschutzgebiete. An der linken Talsohle des Höhlensteintales beginnt der Naturpark, Sextner Dolomiten in den Gemeinden Toblach, Innichen und Sexten, der sich um das Wahrzeichen der Dolomiten, die Drei Zinnen gruppiert. Rechts davon liegt der Naturpark, Fanes-Sennes-Prags, dessen bizarre Stöcke sich durch besondere Flora und Fauna auszeichnen. Berg- und Wandertouren in wirklich unberührte Gebiete bieten sich hier von selber an: zum Toblacher See, ins Höhlensteintal, das Nordtor der Dolomiten, auf das Toblacher Feld, Wasserscheide zwischen Adria und schwarzem Meer. Toblach hält alle Möglichkeiten offen. Seehöhe der Ortschaften: Wahlen (1344m) Aufkirchen (1322m) Alt- und Neutoblach (1209m)
SextenSextens Bergwelt ist bekannt. Als Naturkulisse, wie es keine zweite gibt. Mit dem Fischleintal, dem Dornröschen unter den Bergtälern, den Drei Zinnen, gewaltiges Wahrzeichen der Dolomiten, mit der Sextner Sonnenuhr.Hier schrieb der Alpinismus Geschichte und genau hier beginnt das Reich der Sagen. Eine Landschaft von dramatischer Schönheit, die als Naturpark, Sextner Dolomiten in den Gemeinden Toblach, Innichen und Sexten geschützt wird. Zu Recht. Kaum ein anderes Tal beherbergt solch gewaltige Naturdenkmäler wie die bizarren Pfeiler der Drei Zinnen (3003 m) oder die Sextner Sonnenuhr, bei der die Sonne um elf Uhr über der Spitze des Elferkofels (3092 m) und genau eine Stunde später über dem Gipfel des Zwölferkofels (3094 m) steht. Die vielen Wanderwege, Klettersteige und geführten Touren sind in jedem Falle ein Erlebnis (denn nicht von ungefähr stammt aus Sexten wohl eine der berühmtesten Bergsteigerdynastien, die Innerkofler, die hier aktive Alpinismus-geschichte machten). Der Ort selbst wurde erstmals 965 erwähnt, als Otto der Grosse die Benediktinerabtei Innichen zur Herrschaft erhob und sie reich ausgestattete, unter anderem auch mit, Sexta. Aus dieser Zeit ist nichts geblieben: im ersten Weltkrieg wurde das Dorf in Schutt und Asche gelegt. Heute ist Sexten eine schmucke Ortschaft, die es versteht, sich ihren Besuchern von der besten Seite zu zeigen und dabei nichts an Natürlichkeit einzubüßen. Nebenbei: Die wohl berühmtesten Söhne des Dorfes sind der Journalist Claus Gatterer (geb. 1924), Autor des Buches, Schöne Welt - Böse Leut, in dem er ironisch-witzig den selbsterlebten Faschimus in Sexten beschreibt, und der Wahlsextner Rudolf Stolz, einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler im Tiroler Raum. Seine Fresken-skizzen sind im Rudolf-Stolz-Museum Sexten zu besichtigen. Seehöhe der Ortschaften: Sexten 1316 m Moos 1339 m |
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